Heute gedenken wir der Millionen Menschen, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, entrechtet und ermordet wurden. Darunter auch Menschen mit Behinderung, die im Rahmen der sogenannten „Aktion T4“ grausam getötet wurden, weil ihr Leben als „nicht lebenswert“ angesehen wurde.
Allein in der Gedenkstätte Grafeneck wurden im Jahr 1940 über 10.000 Menschen ermordet. Hinter jeder Zahl stand ein Mensch mit einer eigenen Geschichte: mit Namen, Hoffnungen, Träumen und Familien. Diese Opfer erinnern uns eindringlich daran, dass unsere Verantwortung nicht in der Vergangenheit endet.
Im Rahmen unseres 60-jährigen Jubiläums besuchten Geschäftsführung und Bereichsleitungen der Lebenshilfe Aalen die Gedenkstätte Grafeneck. Die Begegnung mit den Biografien der Opfer war zutiefst bewegend und nachwirkend. Sie macht deutlich: Erinnern heißt auch, sich der Gegenwart zu stellen und für eine inklusive, menschliche Gesellschaft einzutreten.
Als Lebenshilfe Aalen setzen wir uns für das Recht eines jeden Menschen auf ein Leben in Würde ein. Wir stehen für Inklusion, für Menschlichkeit, für eine Gesellschaft, in der niemand ausgeschlossen wird. Erinnerung und Gedenken sind für uns nicht nur Pflicht: sie sind Auftrag und Verantwortung zugleich.
Wir erinnern. Wir mahnen. Wir handeln.
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