Mit einer Vernissage wurde am 1. Juli die Wanderausstellung „Nie wieder!“ im Haus der Lebenshilfe Aalen feierlich eröffnet.
Die Ausstellung erinnert an Menschen mit Behinderung und psychischen Erkrankungen, die während der Zeit des Nationalsozialismus Opfer der sogenannten „Euthanasie“-Verbrechen wurden. Mit eindrucksvollen Portraits, biografischen Texten und Hörbeiträgen gibt sie den Opfern ihre Namen, Gesichter und Geschichten zurück und setzt ein deutliches Zeichen gegen das Vergessen.
Die Wanderausstellung ist ein Projekt der Lebenshilfe Miltenberg, das bereits für seinen inklusiven und künstlerischen Ansatz ausgezeichnet wurde. Menschen mit und ohne Behinderung gestalteten die Portraits gemeinsam, während Jugendliche die begleitenden Texte verfassten. Ergänzt wird die Ausstellung durch QR-Codes, über die viele der Texte angehört werden können – ein besonderes Merkmal, das die Ausstellung für viele Menschen barriereärmer und zugänglicher macht.
In ihrer Begrüßung betonte die Lebenshilfe Aalen die Bedeutung von Erinnerungskultur und Inklusion. Die Ausstellung mache deutlich, wohin Ausgrenzung und die Abwertung menschlichen Lebens führen können. Gleichzeitig erinnere sie daran, dass Teilhabe, Respekt und Menschenwürde auch heute aktiv gelebt und geschützt werden müssen.
Im Anschluss an die Eröffnung nutzten die Gäste die Gelegenheit, die Ausstellung zu besichtigen und bei Gesprächen sowie einem kleinen Imbiss miteinander ins Gespräch zu kommen.
Die Wanderausstellung „Nie wieder!“ ist noch bis 31. Juli im Haus der Lebenshilfe Aalen zu sehen. Besichtigungen sind nach vorheriger Anmeldung unter oeffentlichkeitsarbeit@lebenshilfe-aalen.de möglich.
Die Lebenshilfe Aalen freut sich über zahlreiche Besucher*innen und lädt alle Interessierten herzlich ein, sich mit den bewegenden Geschichten der Ausstellung auseinanderzusetzen.
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