2022

So gelingt Inklusion Landtagsabgeordneter Winfried Mack zu Besuch bei der Lebenshilfe Aalen

„Als Gesellschaft müssen wir uns daran messen lassen, wie wir mit den Schwächsten umgehen, wie wir die Interessen derer Vertreten, die dies nicht selbst tun können und wie Teilhabe tatsächlich gelebt wird“, betont Winfried Mack beim Besuch der Lebenshilfe in Aalen. Hier gelingt Inklusion und so sieht sich die Lebenshilfe vor allem als Interessenvereinigung von Menschen mit Behinderung sowie deren Eltern und Angehörigen und rückt die Selbsthilfe und Selbstvertretung in den Fokus. „Mittendrin statt nur dabei ist unser Motto und mit unseren Angeboten möchten wir den Weg zur gesellschaftlichen Inklusion gestalten“, so der Lebenshilfe-Geschäftsführer Thomas Feistauer. Von der Beratung bis zur 24-Stunden-Betreuung decke die Lebenshilfe alle Lebensbereiche der Menschen mit Behinderung ab, so Feistauer, denn „hier haben wir die Kompetenz und wollen hier weiterhin ein verlässlicher Partner sein.“

Schon die Kleinsten sollen mittendrin in der Gesellschaft sein und Berührungsängste gar nicht erst kennenlernen. „Kinder haben keine Scheuklappen, hier spielen alle miteinander“, freut sich die Bereichsleiterin der Inklusiven Kindertagesbetreuung der Lebenshilfe Aalen – Simone Kuhn, bei der Besichtigung ihrer inklusiven Kindertagesstätte Tausendfüßler. 106 Kinder werden derzeit in sieben Gruppen betreut und ab September kommt eine Kleinkindergruppe hinzu, für die extra angebaut wurde. Auch ein Naturkindergarten sei in Planung so Kuhn, die die Vielfalt der Betreuungsmöglichkeiten sehr schätzt. „Die Erzieherinnen sind hier wichtige Vertrauenspersonen und ermöglichen ein Miteinander aller Kinder“, so Winfried Mack, der von der Arbeit in der Tausendfüßler-Kita beeindruckt ist.

Für Simone Kuhn und Thomas Feistauer steht immer die ganze Familie im Mittelpunkt: „Viele Eltern brauchen niederschwellige Unterstützung, sei es beim Ausfüllen von Anträgen oder bei Fragen rund um die Kinderbetreuung.“ Deshalb solle die Kindertagesstätte zum Familienzentrum werden, um die Familien besser begleiten zu können. Diese Idee unterstützt der Landtagsabgeordnete gern, denn „wir müssen die Menschen in unseren Stadtteilen und Quartieren kennen. Mit so einem Zentrum würde die Lebenshilfe hier einen wichtigen Beitrag leisten.“

Gemeinsam mit der Jagsttalschule Westhausen können wir vielen Menschen mit Behinderung den Weg in die Selbstständigkeit erleichtern. Ein absolutes Erfolgsmodell in der Region“, ergänzt Thomas Feistauer, das Angebot für junge Menschen.

„Menschen mit Behinderungen stehen selten im Fokus und die Herausforderungen sind sehr unterschiedlich. Deshalb braucht es die Lebenshilfe, die die Interessen vertritt und sich für eine barrierefreie Gestaltung aller Lebensbereiche einsetzt“, so Winfried Mack, der die wichtige Arbeit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lebenshilfe lobt.

Einweihung neues Verwaltungszentrum Lebenshilfe Aalen

Aalen. Am 12.07.2022 wurde das Verwaltungszentrum (VWZ) der Lebenshilfe Aalen in der Stuttgarter Straße 112 im Zentrum von Aalen eingeweiht. Vertreter*innen von Vorstand und Aufsichtsrat, Geschäftsführung, Bereichsleitungen und Mitarbeiter*innen der Verwaltung trafen sich zu einem kleinen Umtrunk. Die neuen Räumlichkeiten wurden aufgrund der beengten Bedingungen im Haus der Lebenshilfe und der Weiterentwicklung der Inklusiven Kindertagesstätte Tausendfüßler notwendig. Nach und nach sind die Geschäftsführung, die Bereichsleitung der Verwaltung und Geschäftsstelle sowie die Mitarbeiter*innen der Verwaltung (Personal- und Rechnungswesen) umgezogen.

Die Geschäftsstelle im Haus der Lebenshilfe in Aalen-Wasseralfingen bleibt erhalten und zieht, nach Abschluss der gegenwärtigen Renovierungsarbeiten, in das Büro im Eingangsbereich. Dort befinden sich zukünftig die Allgemeine Verwaltung mit der Telefon- und Postzentrale sowie die Immobilienverwaltung.

Die zentrale Telefonnummer 07361 78092 0, die zentrale Faxnummer 07361 78092 9 sowie die Postadresse Karl-Kopp-Straße 2, 73433 Aalen bleiben daher unverändert.

Ebenso gelten dann wieder die Öffnungs- und telefonischen Sprechzeiten: Mo, Di und Do 09.00 bis 12.00 Uhr und 13.00 bis 16.00 Uhr, Mi und Fr 09.00 bis 12.30 Uhr.

Ausstellung der KunstAG in der Stadtbücherei Aalen ab Juli 2022

Die Freude an der Gestaltung und Farbgebung zeigt sich in allen der ausgestellten Werke der Lebenshilfe Aalen. Bis im Herbst können die großformatigen Gemälde der Malerinnen und Maler der KunstAG in der Stadtbücherei betrachtet werden. Die Leitung der Stadtbücherei, Herr Michael Steffen und Frau Sarah Ripp, stellen das großflächige Schaufenster zur Verfügung und freuen sich über die farbprächtige Dekoration. So kann die Ausstellung jederzeit betrachtet werden.

Das sind die „Buntmaler“: Sandra Jess, Madleen Jess, Kristin Jess, Teresa Trittenbach, Ricarda Stellwag, Marion Fürst, Julia Hewelt, Franziska Kohnle und Maja Scheuermann

Die Kunstangebote der Lebenshilfe Aalen sind für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung ausgerichtet. Sie finden in unterschiedlichen Ateliers und in diversen Kooperationsveranstaltungen mit regionalen Künstler*innen statt.

Zum Begriff der Buntmaler:

*Lachend antwortete eine Teilnehmerin eines Kunstworkshops auf die Frage, warum ihre Bilder so farbenfroh seien, mit dem Satz: „Wir sind halt die Buntmaler!“

Künstler des Kollektiv K und Lebenshilfe starten mit gemeinsamen Kursen

Kunst soll für alle möglich sein. Und jede Person soll sich künstlerisch betätigen und ausdrücken können. Dabei sollen Behinderungen oder sonstige Merkmale keine Rolle spielen dürfen (Susanne Schienle). Darin sind sich der junge Verein Kollektiv K, ein Verbund von Aalener Kunstschaffenden, und die Lebenshilfe Aalen einig. Aufbauend auf dieser gemeinsamen Zielsetzung konzipierten Marie Kubitza, 2.Vorsitzende des Kollektiv K, und Susanne Schienle, Leitung des Bereichs Bildung und Kultur der Lebenshilfe, eine Kursreihe für Menschen mit und ohne Behinderung, für junge und ältere Menschen, „einfach für alle Interessierten“ so der Studierende Marco Röhberg.

„Gerade im kulturellen Wirken können Menschen aus allen Bereichen unkompliziert und ohne Berührungsängste Gemeinsamkeiten erkennen, die sonst im Alltag eher als trennend empfunden werden“, so Susanne Schienle. Deshalb ist auch der Bereich Bildung und Kultur der Lebenshilfe sehr aktiv, um die Inklusion kontinuierlich vorantreiben zu können.

Das Haus der Jugend wird als weiterer Unterstützer in diesem Zusammenwirken aktiv mitmischen und zum Beispiel die barrierefreien Räume zur Verfügung stellen.

Der erste inklusive Workshop dieser Kooperation hat nun stattgefunden.

Live Lesung in Ellwangen am 10.07.2022 um 14.45 Uhr

„Die Tigerbande“ – ein unterhaltsames Buch für Erwachsene in Leichter Sprache

Am 10.07.22 findet anlässlich des Ellwanger Stadtfestes „Ellwangen ist bunt – eine Welt für alle“ eine Live Lesung des Buches „Die Tigerbande“ von Nina Skauge in Leichter Sprache statt. Theaterpädagogin Nicole Schütte wird einen Einblick in die spannenden Geschichten der fünf jungen Erwachsenen Jana, Tommy, Olle, Kim und Maren, auch genannt „Die Tigerbande“, geben. Die fünf Freunde erleben gemeinsam spannende Abenteuer, wie zum Beispiel den Auszug aus dem Elternhaus und den damit verknüpften ersten Problemen im jungen Erwachsenenalter. Die Geschichten rund um „Die Tigerbande“ sind allesamt unterhaltsam, Mut machend, auf Inklusion bedacht und vor allem: in Leichter Sprache! So können alle den Inhalt verstehen.

Im Zuge der Live Lesung wird es auch eine kurze Vorstellung eines weiteren spannenden Projektes geben: ein kostenloser Podcast – also eine Art Hörbuch – der Geschichten der Tigerbande. Eine Kooperation der Lebenshilfe Aalen, der Stadtbibliothek Ellwangen und der Stadt Ellwangen.

Künstler*innen des Kollektiv K und der Lebenshilfe Aalen starten mit gemeinsamen Kursen.

Das „K“ steht für Kunst, Kultur und Kooperation!

„Kunst soll für alle möglich sein. Und jede Person soll sich künstlerisch betätigen und ausdrücken können. Dabei sollen Behinderungen oder sonstige Merkmale keine Rolle spielen dürfen“ so Susanne Schienle, Leitung des Fachbereichs Bildung und Kultur der Lebenshilfe Aalen.

Darin sind sich der junge Verein Kollektiv K. und die Lebenshilfe einig. Aufbauend auf dieser gemeinsamen Zielsetzung konzipierten Marie Kubitza, 2. Vorsitzende des Kollektiv K, und Susanne Schienle, eine Kursreihe für Menschen mit und ohne Behinderung, für junge und ältere Menschen. „Einfach für alle Interessierten“ so der Studierende Marco Röhberg.

„Wer Lust zum kreativ werden hat, soll Möglichkeiten dazu finden“ erklärt Marie Kubitza vom Kollektiv K. Die Idee, mit dem Knowhow der Lebenshilfe die speziellen Rahmenbedingungen für einen Kurs auch für Menschen mit Behinderung schaffen zu können, fand sofort ein offenes Ohr. „Gerade im kulturellen Wirken können Menschen aus allen Bereichen unkompliziert und ohne Berührungsängste Gemeinsamkeiten erkennen, die sonst im Alltag eher als trennend empfunden werden“, so Susanne Schienle.

Das Haus der Jugend wird als weiterer Unterstützer in diesem Zusammenwirken aktiv mitmischen und zum Beispiel die barrierefreien Räume zur Verfügung stellen.

Start ist nun am Wochenende 09.07. und 10.07.2022 mit dem ersten inklusiven Workshop dieser Kooperation.

Mit viel freien Formen und bunten Farben werden die Künstlerinnen Marie Kubitza und Eva Hoch die Kreativen zum Gestalten anregen. Eva Hoch verrät, dass im Kurs die Überleitung von der üblichen „Zweidimensionalität“ des Papiers in das Arbeiten in 3 D geübt wird. Es wird spannend, bunt und in jedem Fall ein tolles gemeinsames künstlerisches Erlebnis.

Das Kollektiv K, ein Verbund von Aalener Kunstschaffenden, ist sehr breit aufgestellt, was Aktionen, Angebote und Genres betrifft. Es wird musiziert, getanzt oder bildhauerisch gearbeitet, um nur einzelne Beispiele zu nennen.

v.l.: Jacqueline Benkendorf (Haus der Jugend Aalen), Eva Hoch und Marie Kubitza (Kollektiv K) sowie Marco Röhberg und Susanne Schienle (Lebenshilfe Aalen)

Schließtage unserer Verwaltung

Sehr geehrte Damen und Herren,

unsere Verwaltung ist am Freitag den 17.06.2022 geschlossen.

Herzliche Grüße!

Ihr Team der Lebenshilfe Aalen

Neue Theatergruppe „Rampenlicht“ stellt sich der Öffentlichkeit vor

Nicole Schütte und Vera Haag leiten unsere neue Theaterwerkstatt seit November 2021. Mittlerweile ist die zusammengewürfelte Gruppe spielfähig, sodass die sieben Schauspielerinnen und Schauspieler sich aktiv in das Kulturleben der Stadt Aalen „einmischten“.

So unterstützte „Rampenlicht“ die Finissage der Wanderausstellung „Ein Herz für den Ostalbkreis“ aktiv mit einem Beitrag, spielten ihr neues Stück „Lebensträume“ auf der Kulturmatinee der Veranstaltungsreihe „Inklusionswege 2022“ der Stadt an und trafen im Vorfeld der Veranstaltung In_60Minuten die Schauspielerin Carina Kühne. “Mit der neuen Theatergruppe wollen wir das kulturelle Leben der Stadt inklusiver gestalten” , so Susanne Schienle aus dem Bereich Kultur& Bildung der Lebenshilfe Aalen. Zugänge zu allen Arten der Kultur müssen barriereärmer werden, sodass Menschen mit Behinderung am sozialen und kulturellen Leben teilhaben können. Die Theaterwerkstatt Rampenlicht ist eine Gruppe der Spiel-und Theaterwerksatt Ostalb /STOA, unter der Federführung der Lebenshilfe Aalen.

Inklusionswege im Mai 2022

Die Veranstalter dieser Aktionsserie wollen mit unterschiedlichsten Veranstaltungen das Thema Inklusion in die Öffentlichkeit bringen. Hierzu bietet sich der Monat Mai mit dem internationalen Tag zur Gleichstellung behinderter Menschen am 5.Mai gut an.

Die Lebenshilfe beteiligte sich engagiert auch am diesjährigen Veranstaltungszyklus mit großem Erfolg.

Kinotag im Kino am Kocher

Fast volles Haus im Kino am Kocher bei der Filmvorführung „Peanut Butter Falcon“, ein Film, bei dem ein Schauspieler mit Down Syndrom die Hauptrolle spielt. Erfreulicherweise waren auch viele Menschen mit Behinderung im Publikum. So sieht gelungene Inklusion im Kulturbereich aus.

„In_60Minuten“- ein Talk mit der Schauspielerin Carina Kühne

sowie OB Frederick Brütting und Thomas Feistauer, Geschäftsführer der Lebenshilfe. Moderation Tonio Kleinknecht, Intendant des Theaters der Stadt Aalen.

Dieses neue Gesprächsformat zum Thema Inklusion fand seinen Auftakt im Theater der Stadt Aalen, im beeindruckenden neuen Kulturbahnhof. Den Veranstalterinnen Dorothee Bosch von der Stadt Aalen und Susanne Schienle von der Lebenshilfe geht es darum, im lockeren „Talkformat“ neue gedankliche Wege anzustoßen. Eingeladen wurde Carina Kühne, eine Frau mit Down Syndrom. Sie hat sich schon früh für ihren eigenen schulischen und jetzt auch beruflichen Weg engagiert und ist nun eine gefragte Schauspielerin und Aktivistin. Carina Kühne kennen wir aus den Serien „Traumschiff“, „Die Bergretter“ oder „In aller Freundschaft“. Besondere Aufmerksamkeit erzielte der Kinofilm „Be my Baby“, in dem sie die Hauptrolle bekam.

Fotorallye „Mit meinen Augen“

Jugendliche mit und ohne Beeinträchtigung zogen durch die Stadt und fotografierten „ihre“ Stadt mit der klassischen Einweg-Kamera. Besondere Highlights werden in einer Ausstellung zu sehen sein….

Kulturmatinee zur Marktzeit

Interessierte Bürgerinnen und Bürger konnten sich informieren, welche kulturellen Einrichtungen und Vereine inklusive Angebote betreiben. Ben Reiztki, Leiter des Amateurtheaters StoA (Spiel-und Theaterwerkstatt Ostalb) begrüßte die Rollstuhltanzgruppe, die Band“ „All inklusive“ sowie die „hausintegrierte“ Theaterwerkstatt der Lebenshilfe „Rampenlicht“. Seit über 20 Jahren kooperieren die Lebenshilfe und die STOA erfolgreich miteinander.

Vortragsreihe der Beratungsstelle startet in Schwäbisch Gmünd

BTHG für Alle- die Beratungsstelle der Lebenshilfen Aalen und Schwäbisch Gmünd startet mit der Vortragsreihe 2022

Das Bundesteilhabegesetz (BTHG) regelt große Teile der Eingliederungshilfe neu – mit teilweise enormen Veränderungen für Menschen mit Behinderung. Die neue Vortragsreihe 2022 wurde von den Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle Katja Koller und Susanne Schienle organisiert und startete mit diesem Thema. Frau Barbara Zeller von der „Ergänzenden, Unabhängigen Teilhabeberatung Ostalb (kurz EUTB) ging in ihrem Vortrag in einfacher Sprache auf die wichtigsten Veränderungen für die Betroffenen ein. Der Vortrag ist auf große Resonanz gestoßen. Weitere Vorträge: „Das neue Betreuungsrecht“ sowie „Umgang mit Sterben, Trauer und Tod bei Menschen mit Behinderung“. Die Termine erscheinen auf der Homepage, in der Tagespresse sowie in unseren Infoschreiben.